{"id":2679,"date":"2020-09-26T13:36:29","date_gmt":"2020-09-26T11:36:29","guid":{"rendered":"https:\/\/christiankloss.de\/belastungen-reduzieren-erlaeuterungen-zur-herausnahme-von-kindern-aus-dem-psychisch-erkrankten-elternhaus\/"},"modified":"2024-04-10T16:06:31","modified_gmt":"2024-04-10T14:06:31","slug":"reducing-stress-explanations-for-taking-children-out-of-the-home-with-mental-illness","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christiankloss.de\/en\/reducing-stress-explanations-for-taking-children-out-of-the-home-with-mental-illness\/","title":{"rendered":"Reducing stress: Explanations for taking children out of the home with mental illness"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Zusammenfassung<\/strong><\/p>\n\n<p>Neben zahlreichen Ans\u00e4tzen zur Unterst\u00fctzung von Kindern mit psychisch erkrankten Eltern (engl. Children Of Parents with a Mental Illness &#8211; COPMI) stellt auch eine <em>Vermeidung der belastenden Situationen<\/em> zu Hause eine M\u00f6glichkeit dar, den betroffenen Kindern zu helfen \u2013 also, deren Belastungen zu reduzieren.<\/p>\n\n<p>Wenn das Kind in anderen Versorgungsstrukturen leben und Hilfe erleben kann, w\u00e4re dies vorzuziehen. Das hilft den Kindern dabei, traumatische Erlebnisse zu vermeiden und sich besser zu entwickeln \u2013 so die These des nachfolgenden Beitrages.<\/p>\n\n<p>Zugleich wird klargestellt, dass es sich um kein Allheilmittel und schon gar nicht um ein allgemeing\u00fcltiges Vorgehen handeln kann. Vielmehr ist die individuelle Beurteilung der Rahmenbedingungen oberstes Gebot.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/christiankloss.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/belastungenreduzieren-1024x683.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1765\" srcset=\"https:\/\/christiankloss.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/belastungenreduzieren-1024x683.jpeg 1024w, https:\/\/christiankloss.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/belastungenreduzieren-300x200.jpeg 300w, https:\/\/christiankloss.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/belastungenreduzieren-768x512.jpeg 768w, https:\/\/christiankloss.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/belastungenreduzieren-1536x1024.jpeg 1536w, https:\/\/christiankloss.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/belastungenreduzieren-2048x1365.jpeg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Photo by Jill Wellington<\/figcaption><\/figure>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-large-font-size\">1 Vorbemerkung<\/h2>\n\n<p>Die folgenden Ausf\u00fchrungen sind der Versuch einer Antwort auf R\u00fcckmeldungen im Anschluss an meine <a href=\"https:\/\/christiankloss.de\/en\/about-chris\/\">Lesung am 13. September 2019 in der Stadtb\u00fccherei von Haltern am See.<\/a> Die Veranstaltung wurde von <a href=\"https:\/\/www.caritas-ostvest.de\/pro-anima.html\">ProAnima<\/a> organisiert und es wurde die Frage gestellt, wie meines Erachtens Kindern von psychisch erkrankten Eltern am besten geholfen werden kann.<\/p>\n\n<p>Meine knappe Antwort im Rahmen der Veranstaltung war: \u201eDas Kind muss raus aus der Familie.\u201c<\/p>\n\n<p>Dieser kurze Satz l\u00f6ste nachvollziehbare Irritationen bei den Zuh\u00f6rer*innen aus. Auch blieb damals zu wenig Zeit, um diesen Satz umfassend zu erl\u00e4utern. Denn diesmal wurde der Satz im Nachgang zu meiner Lesung gesagt und nicht wie sonst w\u00e4hrend einem meiner <a href=\"https:\/\/christiankloss.de\/en\/workshops\/\">Vortr\u00e4ge<\/a> oder Workshops.<\/p>\n\n<p>Hinzu kam, dass auf der Lesung auch betroffene, also psychisch erkrankte Eltern anwesend waren. Diesen waren vermutlich deshalb irritiert, weil die Bef\u00fcrchtung gen\u00e4hrt wurde, die Eltern w\u00fcrden ihre Kinder verlieren k\u00f6nnen. Aber nichts liegt mir ferner.<\/p>\n\n<p>Auf einer Lesung ist die Zuh\u00f6rerschaft eher privater Natur. Workshops oder Vortr\u00e4ge hingegen finden oftmals im Rahmen einer Fachveranstaltung, eins Fachtages oder einer Fortbildung statt. Es sind dann vorwiegend Fachleute anwesend (auch wenn die Veranstaltungen i.d.R. \u00f6ffentlich sind) und entsprechend professionell distanziert ist der Blick auf die Thematik.<\/p>\n\n<p>Ich freue mich immer, dass ich mit Lesungen eher Privatleute anspreche, denn f\u00fcr vorwiegend ebendiese habe ich mein <a href=\"%5C%22http:\/\/christiankloss.de\/pages\/buch.php%5C%22\">Buch<\/a> geschrieben. Zugleich haben Lesungen einen wesentlich geringeren Anteil an den Terminen, die ich als Vortragender absolvieren darf. Ich war also nicht ausreichend gut auf die R\u00fcckfragen vorbereitet \u2013 wof\u00fcr ich um Entschuldigung bitten und Besserung geloben m\u00f6chte.<\/p>\n\n<p>Diese Replik m\u00f6ge ein Teil davon sein.<\/p>\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" style=\"font-size:20px\">Demands<\/h4>\n\n<p>Wenn ich dazu eingeladen werde, einen Workshop durchzuf\u00fchren, dann wird oftmals gew\u00fcnscht, dass ich mich auf hilfreiche Unterst\u00fctzungsstrukturen beziehe. Daher habe ich einen Workshop bzw. Vortrag mit dem Titel <a href=\"%5C%22http:\/\/christiankloss.de\/#workshop%5C%22\">\u201eW\u00fcnsche an das Hilfesystem\u201c<\/a> erarbeitet, der sich unter verschiedenen Gesichtspunkten dem Thema n\u00e4hert. Das Formulieren von W\u00fcnschen ist dabei ein Aspekt.<\/p>\n\n<p>Einer meiner W\u00fcnsche ist: \u201eDas Kind muss raus aus der Familie\u201c.<\/p>\n\n<p>Ich habe auch andere W\u00fcnsche und Vorschl\u00e4ge, so zum Beispiel: \u201eDas Kind braucht privat stabile, regelm\u00e4\u00dfige Kommunikationspartner\u201c und wieder ein anderer Wunsch lautet: \u201eDas Kind braucht R\u00fcckspiegelung.\u201c<\/p>\n\n<p>Meine W\u00fcnsche sind also Zuspitzungen oder Merks\u00e4tze, die einen Zusammenhang komprimiert erfassen wollen \u2013 aber sie lassen somit auch sehr viel Interpretationsspielraum und k\u00f6nnen eigentlich ohne weitere Erl\u00e4uterung nicht zwingend richtig verstanden werden.<\/p>\n\n<p>Der Wunsch \u201eDas Kind muss raus aus der Familie\u201c ist ein Extrem und l\u00f6st bei den Zuschauern demnach auch die meisten irritierenden Assoziationen aus. Letztlich soll er aber vor allem hei\u00dfen: Belastungen zu reduzieren.<\/p>\n\n<p>Um auf diese Irritationen zu antworten, habe ich den vorliegenden Text verfasst.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-large-font-size\">2 Ausgangssituation<\/h2>\n\n<p>Ich gehe davon aus, dass die Belastungen, von denen ich hier spreche, insofern von den psychisch erkrankten Eltern ausgehen, als diese ihrer Rolle als Eltern nicht mehr vollst\u00e4ndig gerecht werden k\u00f6nnen. Ein komplexer Sachverhalt also, denn psychische Krankheiten \u00e4u\u00dfern sich unterschiedlich stark. Etwa kommt sie bei dem einen Menschen in Phasen oder Sch\u00fcben, w\u00e4hrend sie bei einem anderen st\u00e4ndig pr\u00e4sent ist.<\/p>\n\n<p>Daneben \u00e4u\u00dfern sie sich in unterschiedlichen Formen. Ein <a href=\"%5C%22https:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/gesellschaft\/wie-kinder-psychisch-kranker-eltern-leiden-a-841687.html%5C%22\">Depressiver<\/a> zeigt andere Charakteristika als eine paranoid Schizophrene \u2013 und auch innerhalb der jeweiligen Krankheitsgruppen kann es ganz unterschiedliche Symptomatiken geben.<\/p>\n\n<p>Nicht zuletzt ist entscheidend, ob bei der oder dem Erkrankten \u00fcberhaupt Krankheitseinsicht besteht. Auf das Thema Krankheitseinsicht werde ich gesondert zu sprechen kommen.<\/p>\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" style=\"font-size:20px\">Verschiedene Belastungen<\/h4>\n\n<p>Wenn ich von Belastungen f\u00fcr das Kind spreche, dann hei\u00dft das folgendes: Das Kind wird mit verschiedenen Dingen konfrontiert, die ihm das aufwachsen erschweren:<\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>erschwerte Kommunikation,<\/li>\n\n\n\n<li>erschwertes Einf\u00fchlen der erkrankten Eltern in die Situation des Kindes,<\/li>\n\n\n\n<li>die erkrankten Eltern k\u00f6nnen verschiedene Handlungsbedarfe \u00fcbersehen,<\/li>\n\n\n\n<li>drohende Parentifizierung des Kindes,<\/li>\n\n\n\n<li>\u00dcberschreitung sensibler Grenzen des Kindes<\/li>\n\n\n\n<li>und vieles mehr.<\/li>\n<\/ul>\n\n<p>Das Kind aus der Familie zu nehmen ist also nur eine M\u00f6glichkeit, den Belastungen des Kindes angemessen zu begegnen.<\/p>\n\n<p>Aber \u201eBelastungen reduzieren\u201c ist ein unbestimmter Ausdruck, weil er einen weiteren Interpretationsspielraum er\u00f6ffnet. Denn man kann Belastungen durch Ans\u00e4tze auf zwei verschiedenen Seiten reduzieren: zum einen, indem auf der Seite der Empf\u00e4nger (Kinder) diesen Belastungen entsprechend begegnet wird und zum anderen, indem auf der Seite der Erzeugung (Eltern) weniger Belastung generiert wird.<\/p>\n\n<p>Zugleich gehe ich davon aus, dass sich die Situation der Eltern nicht so leicht und vor allem schnell \u00e4ndern kann. Selbst therapeutische Eingriffe, gleich welcher Natur, ver\u00e4ndern die Situation nach meiner Auffassung zun\u00e4chst nur bedingt. . Mit anderen Worten: Mir ist beispielsweise keine eine Heilung (im eigentlichen Sinne) einer paranoiden Schizophrenie bekannt.<\/p>\n\n<p>Demgegen\u00fcber geht es mir um die <em>Seite des Empfangens,<\/em> also um die Kinder von psychisch Erkrankten, aus deren Sicht ich auf die Zusammenh\u00e4nge blicke. Grunds\u00e4tzlich haben Kinder begrenzte Ressourcen, gerade wenn es um die Reflektion der eigenen Situation geht.<\/p>\n\n<p>Diese Situation wiederum kann sich sehr unterschiedlich darstellen \u2013 und sie muss es auch. Denn nicht jede Lebenssituation ist mit der anderen deckungsgleich, nicht jede Psychose \u00e4u\u00dfert sich gleich und kein Mensch gleicht dem anderen. Alle diese Faktoren multiplizieren die Vielf\u00e4ltigkeit von Lebensumst\u00e4nden und entsprechen damit der Einzigartigkeit jedes Menschen. Daher bedarf es einzelfallbezogener L\u00f6sungsans\u00e4tze.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-large-font-size\">3 Einzelfallbeurteilung<\/h2>\n\n<p>Die Einzigartigkeit in den Lebensumst\u00e4nden und der Pers\u00f6nlichkeit des Kindes macht einen individuell ma\u00dfgeschneiderten L\u00f6sungsansatz erforderlich.<\/p>\n\n<p>Verschiedene Faktoren m\u00fcssen bei der Beurteilung des Einzelfalls ber\u00fccksichtigt werden. Dazu geh\u00f6ren:<\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Sind beide oder nur ein Elternteil betroffen?<\/li>\n\n\n\n<li>Welcher Art ist die Erkrankung des Elternteils?<\/li>\n\n\n\n<li>Wie stark ausgepr\u00e4gt ist die Erkrankung des Elternteils?<\/li>\n\n\n\n<li>Wie kontinuierlich \u00e4u\u00dfert sich die Erkrankung des Elternteils?<\/li>\n\n\n\n<li>Gibt es auch Phasen der Entspannung?<\/li>\n\n\n\n<li>Gibt es weitere (nahestehende) Angeh\u00f6rige des Kindes?<\/li>\n<\/ul>\n\n<p>Dies ist eine unvollst\u00e4ndige Liste, die sicher noch erweitert werden kann. Sie soll ein Gef\u00fchl daf\u00fcr vermitteln, dass die Beurteilung des Einzelfalls keine triviale Aufgabe ist, weil die beeinflussenden Faktoren so vielf\u00e4ltig sind.<\/p>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" style=\"font-size:28px\">3.1 Fallbeispiel: Meine eigene Dauerbelastung<\/h3>\n\n<p>In meinem eigenen Fall war das erschwerende Problem meine krankheitsuneinsichtige Mutter. Sie litt an paranoider Schizophrenie. Meine Mutter konnte nie (!) weitgehend klar und frei von ihren \u00c4ngsten (Paranoia) und Wahnvorstellungen reagieren oder interagieren. Sie selbst und damit ihre Umwelt \u2013 also auch ich \u2013 waren immer den Effekten der Krankheit ausgesetzt.<\/p>\n\n<p>Daneben gab es nur noch die Gro\u00dfeltern m\u00fctterlicherseits als einzige Verwandte, die auch Verantwortung \u00fcbernehmen konnten. Meine Gro\u00dfeltern aber waren nicht in der Lage, mit der Krankheit meiner Mutter \u201erichtig\u201c umzugehen.<\/p>\n\n<p>Und was ist schon richtig? Die Beschreibung dieser Sachverhalte w\u00fcrde f\u00fcr den vorliegenden Text sicher zu weit f\u00fchren, aber es sei gesagt, dass meine Gro\u00dfeltern mit den Jahrg\u00e4ngen 1916 (Gro\u00dfvater) und 1920 (Gro\u00dfmutter) zum einen zur Kriegsgeneration geh\u00f6rten und zum anderen die Krankheit aus Scham negierten.<\/p>\n\n<p>Meine Eltern hatten ein Haus gebaut und die gr\u00f6\u00dfte Sorge meines Gro\u00dfvaters war, dass dieses dem Staat anheimfallen k\u00f6nnte, w\u00fcrde unsere Mutter in station\u00e4re Behandlung kommen. Wahrscheinlich hatte er damit sogar recht, denn wir verf\u00fcgten \u00fcber zu wenig finanzielle Mittel, um eine Unterbringung bezahlen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n<p>Auch hofften meine Gro\u00dfeltern, dass meine Mutter wieder gesund w\u00fcrde. \u201eDas wird schon wieder\u201c war ein Satz, der \u00f6fters gesagt wurde. Er illustriert, wie selbstbetr\u00fcgerisch die Wahrnehmung der Situation war, denn nat\u00fcrlich wurde nichts besser. Auch damals \u2013 in den 90er-Jahren \u2013 wusste man schon, dass eine unbehandelte Schizophrenie sich stets verschlimmert.<\/p>\n\n<p>Die Krankheitsuneinsichtigkeit meiner Mutter machte eine Behandlung unm\u00f6glich. Sie hatte Angst, umgebracht zu werden. Daher lie\u00df sie niemanden an sich heran, der ihr auch nur ann\u00e4hernd fremd erschien. Und fremd war alles, was sie nicht schon aus den Jahren ihrer Kindheit kannte. Aber selbst befreundete Bekannte von damals konnten sie nicht mehr \u201eerreichen\u201c und erst recht kein Arzt.<\/p>\n\n<p>Zusammengefasst war die Situation zu Hause f\u00fcr mich eine Dauerbelastung, aus der ich auch deshalb nicht herauskam, weil mir von den Gro\u00dfeltern indirekt aber deutlich vermittelt wurde, dass ich hier Verantwortung zu \u00fcbernehmen h\u00e4tte.<\/p>\n\n<p>Ich war also in der gesundheitssch\u00e4digenden Situation gefangen.<\/p>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" style=\"font-size:28px\">3.2 Indizierte Probleml\u00f6sung in meinem Fall<\/h3>\n\n<p>Es w\u00e4re sicherlich meiner Entwicklung zutr\u00e4glich gewesen, wenn ich <em>nicht <\/em>zu Hause geblieben w\u00e4re.<\/p>\n\n<p>Gehen wir davon aus, ich w\u00e4re in ein Heim gekommen:<\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Ich h\u00e4tte mit stabilen Gespr\u00e4chspartnern sprechen k\u00f6nnen.<\/li>\n\n\n\n<li>Es w\u00e4re nicht jede Nacht jemand in mein Zimmer gerannt und h\u00e4tte tr\u00e4nen\u00fcberstr\u00f6mt herumgeschrien und mich angefleht, ich solle mein Geld verstecken.<\/li>\n\n\n\n<li>Ich h\u00e4tte mich nicht sch\u00e4men m\u00fcssen, wenn Besuch zu mir kam.<\/li>\n\n\n\n<li>Ich h\u00e4tte R\u00fcckmeldungen zu mir und meinem Verhalten bekommen, die mich in meiner Identit\u00e4t gef\u00f6rdert und mich mehr zu mir finden h\u00e4tten lassen k\u00f6nnen.<\/li>\n<\/ul>\n\n<p>Und ja, ich h\u00e4tte wahrscheinlich meine Mutter vermisst \u2013 und mich schuldig gef\u00fchlt, dass ich sie alleine lasse. Aber ist dieser Preis nicht klein im Vergleich zu den gewonnenen Vorteilen?<\/p>\n\n<p>Diese M\u00f6glichkeit aber wurde nicht an mich herangetragen.<\/p>\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" style=\"font-size:20px\">Entlastung muss erst m\u00f6glich sein<\/h4>\n\n<p>Aber w\u00e4re es ausreichend gewesen, h\u00e4tte ich immer zu meinem Gro\u00dfvater gehen k\u00f6nnen, wenn ich gewollt h\u00e4tte? Oder wenn ich zu Freunden gegangen w\u00e4re, anstatt zu Hause zu schlafen? Und wann w\u00e4re das jeweils angezeigt gewesen?<\/p>\n\n<p>Als 16-J\u00e4hriger hatte ich einmal den Wunsch formuliert, dass meine Mutter doch in eine Klinik kommen solle. Aber dieser Wunsch blieb unerf\u00fcllt. Auch sp\u00fcrte ich den Wunsch, dass ich vielleicht lieber in ein Heim gehen wollte, aber ich hielt die Vorstellung von der Entt\u00e4uschung meines Gro\u00dfvaters nicht aus, die dieser ganz sicher gezeigt h\u00e4tte.<\/p>\n\n<p>Vielleicht h\u00e4tte ich bei meinen Gro\u00dfeltern wohnen k\u00f6nnen, so wie mein Bruder. Der wurde wegen schlechter Schulleistungen zum Gro\u00dfvater geholt, damit dieser mit den Hausaufgaben helfen konnte. Ich aber war zu funktionsf\u00e4hig und zu leistungsstark. Meine Ressourcen haben mich also in der h\u00e4uslichen H\u00f6lle verbleiben lassen.<\/p>\n\n<p>Zugleich erschien es mir nicht legitim, mein Elternhaus zu verlassen. Zu gro\u00df w\u00e4re mein empfundenes Schuldgef\u00fchl gewesen \u2013 auch meinem Gro\u00dfvater gegen\u00fcber. Die Passivit\u00e4t der Umwelt in diesem Zusammenhang machte mir somit das Verlassen der belastenden Situation unm\u00f6glich. Und eben genau darum geht es mir: Dass diese Variante \u2013 das Verlassen der belastenden Situation \u2013 mehr Aufmerksamkeit erf\u00e4hrt.<\/p>\n\n<p>Zur Beurteilung der jeweils individuellen Situation eines Kindes geh\u00f6rt also auch, inwiefern das famili\u00e4re Umfeld die Befreiung von der Belastung zul\u00e4sst.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-large-font-size\">4 Krisen erkennen \u2013 Belastungen reduzieren<\/h2>\n\n<p>Die Quintessenz meiner Erfahrungen war demnach f\u00fcr mich: Wenn ich \u00fcber beinahe zehn Jahre den t\u00e4glichen Belastungen nicht ausgesetzt gewesen w\u00e4re, h\u00e4tte ich heute weniger mit den Folgen zu tun.<\/p>\n\n<p>Und da bei mir nahezu immer der Ausnahmezustand, eine Dauerkrise herrschte, eine h\u00e4usliche H\u00f6lle, die mit dem Ausfall von Befriedigung wichtiger kindlicher Bed\u00fcrfnisse einherging, w\u00e4re ich wohl besser nicht zu Hause geblieben.<\/p>\n\n<p>Ich bin also der Auffassung, dass die h\u00e4uslichen Belastungen einen direkten Effekt auf die Entwicklung und die damit verbundenen, sp\u00e4teren Chancen des Kindes in der Welt haben.<\/p>\n\n<p>Zwar steht m.E. noch die n\u00f6tige Debatte aus, inwiefern diese Belastungen zu psychischen Traumata (also seelischen Verletzungen), zu \u00c4ngsten und\/oder anderen Hemmnissen f\u00fchren. Ich bin aber davon \u00fcberzeugt, dass eine Verbindung besteht.<\/p>\n\n<p>Wann immer sich also die Belastungen akut einstellen, w\u00e4re es meiner Ansicht nach besser, wenn das Kind diesen nicht ausgesetzt w\u00e4re. Dies wirft weitere Fragen auf:<\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><em>Wann<\/em> wird die Krise als solche erkannt?<\/li>\n\n\n\n<li><em>Wer<\/em> erkennt diese Krise?<\/li>\n\n\n\n<li><em>Wie <\/em>werden die notwendigen Schritte eingeleitet?<\/li>\n<\/ul>\n\n<p>Allein diese drei Fragen machen deutlich, wie komplex der Vorgang ist, wenn es um die Einleitung von entlastenden Momenten geht. Und wie genau sollen diese Momente dann aussehen? Wie genau soll die Entlastung vonstatten gehen?<\/p>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" style=\"font-size:28px\">4.1 Resilienzf\u00f6rderung oder Belastung reduzieren?<\/h3>\n\n<p>Resilienzf\u00f6rderung ist grunds\u00e4tzlich richtig. Denn nat\u00fcrlich ist es wichtig zu wissen, was und warum etwas von innen heraus hilft und was die eigene Widerstandskraft des Kindes f\u00f6rdert.<\/p>\n\n<p>Meines Erachtens kommen unterst\u00fctzende Ma\u00dfnahmen der Resilienzf\u00f6rderung aber insofern zu sp\u00e4t, als das Kind in den meisten F\u00e4llen bereits in der belastenden Situation steckt, bevor erste Unterst\u00fctzung ansetzen kann. Daher sehe ich bei diesem Ansatz die Schwierigkeit darin, dass Widerstandskr\u00e4fte erst erkannt und dann gef\u00f6rdert werden m\u00fcssen, bevor sich ein Effekt an dieser Stelle zeigt. So etwas braucht Zeit.<\/p>\n\n<p>Dar\u00fcber hinaus vermittelt mir als Kind diese Sichtweise das Gef\u00fchl: \u201eIch muss (schon wieder) selbst daf\u00fcr sorgen, dass es mir gut geht.\u201c Und so stellt sich abermals die verzweifelte Frage: \u201eWann wird denn endlich mal etwas f\u00fcr mich getan?\u201c<\/p>\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/archiv\/58918\/psychisch-Kranke-Eltern-Resilienz-der-Kinder-staerken\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Resilienzforschung<\/a> und deren Ans\u00e4tze drehen sich m.E. also zuvorderst um das Moment der Verantwortungszuschreibung. In Zeiten des \u201eForderns\u201c und der zunehmenden, dem Individuum zugeschriebenen Verantwortung f\u00fcr sein pers\u00f6nliches Gl\u00fcck, passt diese Sto\u00dfrichtung gut ins allgemeine Bild einer immer weiter erodierenden Solidargemeinschaft. Auf nahezu jeder Veranstaltung, die ich als Teilnehmender besuche, wird \u00fcber die Erkenntnisse in der Resilienzforschung berichtet.<\/p>\n\n<p>Was aber, wenn schlichtweg die Quelle der Belastung verschwindet oder abgemildert w\u00fcrde? Dann m\u00fcsste ich erst gar nicht so viel Energie in den Aufbau und die St\u00e4rkung der eigenen Widerst\u00e4ndigkeit investieren. Dann m\u00fcsste das Kind, in diesem Fall ich, beispielsweise nicht in den Keller gehen, um Schlagzeug zu spielen, damit es die Welt mal f\u00fcr eine halbe Stunde vergessen kann.<\/p>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" style=\"font-size:28px\">4.2 Eltern, Krankheitseinsicht und Tabuisierung<\/h3>\n\n<p>Mein Blick mag egoistisch erscheinen, nur auf das Kind fixiert und ohne dabei die Situation der erkrankten Eltern zu ber\u00fccksichtigen. Ein Satz wie \u201eDas Kind muss raus aus der Familie\u201c muss f\u00fcr diese wie eine Bestrafung klingen \u2013 und das ist das Letzte, was mir vorschwebt.<\/p>\n\n<p>Wenn ich also aus der Sicht des Kindes schreibe, dann ist es genau das \u2013 und nicht mehr. Ich m\u00f6chte mich f\u00fcr diese Sichtweise stark machen, denn es ist meine pers\u00f6nliche Sicht \u2013 aber auch nicht weniger. Noch immer gilt m.E., dass Kinder psychisch erkrankter Eltern \u201eim Schatten stehen\u201c und demnach gleichsam \u201eunsichtbar sind\u201c, weil sich Hilfesysteme vorwiegend auf die Eltern \u2013 oder besser gesagt: auf die Krankheit \u2013 konzentrieren.<\/p>\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" style=\"font-size:20px\">Keine Pauschalreaktionen<\/h4>\n\n<p>Die fehlenden Unterst\u00fctzungsstrukturen zur Zeit meiner Kindheit zeugen von der Verbreitung dieser Sichtweise. Falls es \u00fcberhaupt messbar sein sollte, so hat sich nominell zwar viel getan. Aber es erscheinen mir die Ausma\u00dfe der Unterst\u00fctzung immer noch als vergleichsweise gering, wenn man sich die gesch\u00e4tzte Zahl von<a href=\"https:\/\/dserver.bundestag.de\/btd\/18\/122\/1812247.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> drei bis vier Millionen Kindern<\/a> vor Augen f\u00fchrt \u2013 <em>pro Generation!<\/em><\/p>\n\n<p>Ebenfalls bin ich nicht in der Lage zu beurteilen, wann Erziehungsf\u00e4higkeit aufh\u00f6rt und ich m\u00f6chte das auch gar nicht beurteilen m\u00fcssen. Das soll Fachleuten \u00fcberlassen bleiben. In meiner Situation gab es aber keinen Ausweg, keine Hilfe, keine Entlastung. Also treibt mich der Gedanke um, diese belastende Situation zu verlassen. Denn das w\u00e4re die schnellste und zun\u00e4chst wirksamste Methode gewesen.<\/p>\n\n<p>Dass das alles weit voraussetzungsvoller ist, als \u201eeinfach nur zu gehen\u201c, ist offensichtlich. Und dass hierbei auch und gerade die Eltern einbezogen werden m\u00fcssen, erachte ich als selbstverst\u00e4ndlich.<\/p>\n\n<p>Es darf keine Pauschalreaktion erfolgen!<\/p>\n\n<p>Und dennoch muss ich <em>f\u00fcr meinen Fall <\/em>sagen: Ich h\u00e4tte mir gew\u00fcnscht, dass etwas \u00fcber den Kopf meiner Mutter und den meiner Gro\u00dfeltern entschieden worden w\u00e4re. Denn diese haben eine Entlastung f\u00fcr mich verhindert. Damit werden heikle aber wichtige juristische Fragen ber\u00fchrt, die hier nicht abschlie\u00dfend behandelt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n<p>Dieser Fingerzeig ist zugleich auch eine meiner Quintessenzen, was die Entwicklung in der Debatte um Hilfen f\u00fcr Kinder mit psychisch erkrankten Eltern angeht:<\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Wie kann dem Kind geholfen werden, wenn die Eltern das nicht w\u00fcnschen?<\/li>\n\n\n\n<li>Was kann getan werden, wenn der erkrankte Elternteil krankheitsuneinsichtig ist?<\/li>\n\n\n\n<li>Wie wird \u00fcberhaupt das Kind von den Unterst\u00fctzungsstrukturen erkannt, wenn der erkrankte Elternteil krankheitsuneinsichtig ist und das Kind augenscheinlich <em>zu funktionieren <\/em>scheint?<\/li>\n<\/ul>\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" style=\"font-size:20px\">Basic Discussion<\/h4>\n\n<p>Die hochdiffizile Frage von Zwangsma\u00dfnahme wird letztlich eine Grundsatzdiskussion erzwingen, die schon aus <a href=\"http:\/\/www.stiftungwaisenhaus.de%2Fwp-content%2Fuploads%2Fpdf%2Fgdkih%2FGdKiH_Broschuere2017.pdf&amp;usg=AOvVaw1H_S1y4Fl8z44CZ3G_M3Gj\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">historischen Gr\u00fcnden<\/a> nicht leicht zu f\u00fchren sein wird. Nicht ohne Grund haben wir eine Gesetzeslage, welche einer staatlichen Aktion zur Zwangsbehandlung enorme Riegel vorgeschoben hat, damit erst gar keine Willk\u00fcr entstehen kann.<\/p>\n\n<p>Zugleich m\u00fcsste eine solche Debatte gef\u00fchrt werden, weil Kinder wie ich sonst zu lange ohne Unterst\u00fctzung bleiben werden. Diese Debatte wird m\u00f6glich sein, wenn sich die Strukturen zur Unterst\u00fctzung f\u00fcr COPMI weitestgehend etabliert haben. Dann erst werden die Limitierungen dieser Strukturen erkennbar, weil dann sp\u00fcrbar wird, wen diese Strukturen gerade nicht erreichen \u2013 und warum.<\/p>\n\n<p>Dass nicht (viel) \u00fcber Psychosen im Alltag gesprochen wird, erschwert die Herangehensweise an Familien, in denen Eltern psychisch erkrankt sind, enorm. Dies erstaunt umso mehr, wenn man sich folgendes vor Augen f\u00fchrt:<\/p>\n\n<p>Eine Wahrscheinlichkeit, an einer Psychose zu erkranken, ist f\u00fcr alle Menschen gegeben. Insofern sitzen wir alle im selben Boot \u2013 aber das Boot darf nicht thematisiert werden. Erst bei genauerem Hinsehen ergeben sich dann statistische Unterschiede, wie stark die Wahrscheinlichkeit ist. Aber das Boot bleibt dasselbe.<\/p>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" style=\"font-size:28px\">4.3 Heimaufenthalt vs. zu Hause<\/h3>\n\n<p>Es geht also um die Frage, welche Situation mehr belastend ist. Muss das Kind im Heim oder zu Hause mehr Belastung ertragen? Was w\u00e4re die optimale Situation? Und gibt es diese \u00fcberhaupt?<\/p>\n\n<p>Im Heim, so habe ich schon oftmals geh\u00f6rt, wiegt das schlechte Gewissen des Kindes (\u201eich habe die Mutter alleine gelassen\u201c) wohl am schwersten. Auch Heimweh, das eigene Fernsein vom elterlichen zu Hause wird ebenfalls als Belastung empfunden. Das gilt selbst bei gut ausgestatteten Heimen mit angemessener Infrastruktur und p\u00e4dagogischen Standards.<\/p>\n\n<p>Demgegen\u00fcber stehen die Belastungen zu Hause. Diese assoziiere ich mit Trauma, denn die Belastungen, um die es mir geht, sind de facto <em>\u00dcberlastungen des Kindes:<\/em> Das Kind kann das Elternteil nicht retten, obwohl es das gerne w\u00fcrde und es kann die St\u00f6rungen in der n\u00f6tigen stabilen Struktur des Alltags nicht kompensieren.<\/p>\n\n<p>Wenn also die Mutter \u2013 wie bei mir \u2013 nachts ins Zimmer gest\u00fcrmt kommt und tr\u00e4nen\u00fcberstr\u00f6mt vor Raub oder gar Mord an uns warnt, dann ist das eine fortlaufende Traumatisierung des Kindes. Zugleich wird das Bed\u00fcrfnis des Kindes nach Ruhe und Geborgenheit, nach Grenzen und Achtsamkeit vernachl\u00e4ssigt. So kann das Kind nicht lernen, was Ruhe und Geborgenheit, Grenzen und Achtsamkeit \u00fcberhaupt bedeuten und auch nicht ein\u00fcben, wie es sich sp\u00e4ter als Erwachsener gut selbst regulieren kann.<\/p>\n\n<p>Im Heim hingegen gehe ich davon aus, dass diese Grenz\u00fcberschreitungen nicht stattfinden.<\/p>\n\n<p>Ich setze also voraus, dass das Kind im Heim mit verl\u00e4sslichen Kontaktpersonen \u00fcber seine N\u00f6te sprechen kann und vermute, dass die Belastungen, die das Kind in einem Heim erf\u00e4hrt, weil es die Distanz zum Elternhaus innerlich aushalten muss, weniger schwer ins Gewicht fallen als der Aufenthalt zu Hause.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-large-font-size\">5 Resum\u00e9 und Ausblick<\/h2>\n\n<p>Das wichtigste Ziel in der Unterst\u00fctzung f\u00fcr Kinder von psychisch erkrankten Eltern muss die Entlastung der Kinder sein und die damit verbundene Verringerung von Belastungen, die auf das Kind einwirken.<\/p>\n\n<p>Eine Reaktion darauf kann lauten, dass das Kind in alternativen Strukturen versorgt wird, die entsprechend professionell und angemessen ausgestattet sind. Immer ist dabei von der individuellen Situation auszugehen.<\/p>\n\n<p>Besonders schwierig wird die Unterst\u00fctzung, wenn die betroffenen Eltern selbst krankheitsuneinsichtig sind. Dann macht sich eine Regelungsl\u00fccke deutlich, die nicht trivial ist und daher besonders schwer zu schlie\u00dfen sein wird: Wie kann einem Kind in einer solchen Situation geholfen werden, wenn der Tatbestand der Selbst- und\/oder Fremdgef\u00e4hrdung richterlich nicht rechtzeitig an- und erkannt wird?<\/p>\n\n<p>Auf diese Frage wird die Debatte um die Versorgungs- und Hilfsstrukturen f\u00fcr Kinder mit psychisch erkrankten Eltern perspektivisch hinauslaufen.<\/p>\n\n<p>F\u00fcr das Kind geht es dabei um nicht weniger als die Chance, ein normales Leben f\u00fchren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>When children suffer from the stress of a mentally ill parent, the chance of leading a normal life is at 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